Dr. Reinhard Erös
Arzt und Helfer

Bei Warlords und Taliban
Eine Familie engagiert sich in Afghanistan

Aktuell
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a 18. Okt. 2010
20.00 Uhr

Einlass ab 19.00 Uhr

Bocksaal
Afghanistan – ein geschundenes Land. Seit mehr als 30 Jahren gibt es keinen Frieden. Nur Kämpfe und Krieg, Tod und Trauer. Erst die Sowjets, dann die Taliban, schließlich - als Reaktion auf den 11. September 2001 -  die Amerikaner und die ISAF-Truppen, darunter auch deutsche Soldaten. Das Land zu befrieden, scheint derzeit  aussichtslos zu sein.
Dennoch: Afghanistan und seine Menschen sind Dr. Reinhard Erös ans Herz gewachsen. Er war Oberstarzt und Fallschirmjäger-Offizier bei der Bundeswehr und ist mit mehr als zwei Dutzend Auslandseinsätzen für die UNO und internationale Organisationen u.a. in Ruanda, Bangladesh, Pakistan, Kosovo und Afghanistan einer der erfahrensten deutschen Experten für Krisenregionen. 1986 hat er sich, illegal noch während der sowjetischen Besetzung, zum ersten Mal in Afghanistan aufgehalten - in den Höhlen von Tora Bora und in unmittelbarer Nachbarschaft von Osama bin Laden Verwundete und Kranke behandelnd. Vier Jahre lang ließ er sich damals von der Bundeswehr unbezahlt beurlauben, weil ihn das Gefühl umtrieb, mehr tun zu müssen als seine ärztliche Pflicht. 1998, noch während die Taliban an der Macht waren, gründete Erös die „Kinderhilfe Afghanistan“ und realisiert seitdem mit Unterstützung seiner Frau Anette und seiner fünf Kinder eigene Hilfsprojekte. Längst ist er aus der Bundeswehr ausgeschieden und hält sich allein oder mit seiner Frau etwa sechs Mal pro Jahr im Land auf, um Projekte zu begutachten und voran zu treiben. Dazu zählen mittlerweile mehr als zwei Dutzend moderner Friedensschulen als bewusster Gegensatz zu den Koranschulen der Islamisten, Mutter-Kind-Kliniken, Waisenhäuser Zukunftswerkstätten und Computerschulen. Sie sind vornehmlich in den armen Ostprovinzen Afghanistans entstanden, viele Kilometer von Kabul entfernt. Das alles wird ausschließlich aus privaten Spenden finanziert, auch die über 1300 neu erbauten Häuser in einem Erbebengebiet. Im Laufe der Jahre hat Reinhard Erös zudem ca. 180.000 Patienten behandelt und operiert. Seine kleine, aber schlagkräftige Familien-Organisation verfügt über ein Büro mit nur vier bezahlten Angestellten, die nach den ortsüblichen Tarifen mit etwa 50 Euro pro Monat entlohnt werden.  Spenden an die Kinderhilfe Afghanistan gehen ansonsten zu 100 Prozent in die Aufgaben vor Ort ein.
Wie anerkannt die Arbeit von Erös und seiner Familie in Afghanistan ist, lässt sich allein schon an den Kommentaren überregionaler Zeitungen festmachen. Hier einige davon:

+ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG: Die „Kinderhilfe Afghanistan“ von Dr. Erös ist „ die wohl effektivste Hilfsorganisation in Afghanistan“.

+ DER SPIEGEL: „Im Reich der Paschtunen bewegt sich Erös sicher zwischen allen Fronten“

+ FRANKFURTER ALLGEMEINE: „Bei ihm geht alles schnell und unbürokratisch, mit militärischer Präzision und ab und an auch mit dem dort gepflegten Ton“.

+ HANDELSBLATT:Erös hat klare Vorstellungen von Organisation, Maßnahmen und der Kultur der Afghanen.  Der ehemalige Oberstarzt schöpft auch aus der Schule des Militärs, wenn er seine Projekte plant und Entscheidungen trifft.“

Wie es Reinhard Erös und seiner Familie immer wieder gelingt, unter den Augen von Warlords, Taliban und Drogenbaronen effektive Arbeit zu leisten; welchen Restriktionen er und die Seinen ausgesetzt sind und welchen Gefahren; wie er die politische Situation im Land und dessen Zukunft beurteilt sowie den Einsatz der ISAF-Truppen, vor allem der deutschen Soldaten nach dem  Bmbardement in Kundus – zu all diesen Fragen und vielen weiteren wird Dr. Erös beim „Talk im Bock“ Stellung beziehen. Musik: Just Friends - Eintritt frei. - Mehr Infos: www.kinderhilfe-afghanistan.de

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